Julias Yogawelt https://juliasyogawelt.de/ Wed, 14 Sep 2022 05:57:24 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.1.1 https://juliasyogawelt.de/wp-content/uploads/2019/12/cropped-juliasyogawelt-Favicon-2-32x32.png Julias Yogawelt https://juliasyogawelt.de/ 32 32 Was Yoga ausmacht und wie gut es im Umgang mit sich selbst und anderen tut https://juliasyogawelt.de/was-yoga-ausmacht-und-wie-gut-es-im-umgang-mit-sich-selbst-und-anderen-tut/ https://juliasyogawelt.de/was-yoga-ausmacht-und-wie-gut-es-im-umgang-mit-sich-selbst-und-anderen-tut/#respond Mon, 12 Sep 2022 07:29:18 +0000 https://juliasyogawelt.de/?p=7843 Yoga ist kein Sport. Das dürfte inzwischen fast überall angekommen sein. Viele Menschen gelangen zwar über die Körperübungen (Asanas) zum Yoga, aber die indische, philosophische Lehre hat mehr drauf als …

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Yoga ist kein Sport. Das dürfte inzwischen fast überall angekommen sein. Viele Menschen gelangen zwar über die Körperübungen (Asanas) zum Yoga, aber die indische, philosophische Lehre hat mehr drauf als ein paar Verbiegungen.

Was kann Yoga alles?

Yoga bringt dir das, was du zulässt.
Es gibt kein einheitliches Yoga. Die Stile sind mittlerweile so vielfältig, dass ich selbst beinahe den Überblick verloren habe. Dazu kommt, dass die Yogastile mehr und mehr vorgeblich der westlichen Bevölkerung angepasst werden, um den körperlichen und geistigen Beschwerden entgegen zu wirken. Das Wichtigste ist letztlich, dass du den Stil findest, der zu dir passt, dir gut tut und dir in deinem Leben mehr Leichtigkeit und Zufriedenheit und weniger Leid auf allen Ebenen bringt. Zu einem ganzheitlichen Yoga gehört, die Yoga-Philosophie in das tägliche Leben zu integrieren, einen gesunden Lebensstil zu führen, Körper- und Atemübungen zu praktizieren, Entspannungsübungen zu integrieren, zu reflektieren und meditieren. Und wer einen Zugang zu Mantras (heilige Silben) findet, profitiert zudem von ihren starken positiven Wirkungen.

Wie es mit der Philosophie aussieht

Yoga ist eines der sechs alten Denksysteme der indischen Philosophie, der Darshana, die allesamt existentielle Fragen formulieren und sich dabei auf die Veden– altindische, sogenannte „heilige“ Schriften – beziehen. Die Upanishaden, ein Teil der Veden, gelten als älteste Textquelle des Yoga.
Yoga ist zeitlos. Denn, so fremd es klingen mag, die Menschen vor vielen Tausend Jahren hatten ähnliche Sorgen wie wir heute. Auch sie empfanden die Trennung von Körper und Geist als schmerzhaft und wollten sie überwinden.
Wenn wir aktuell nach außen blicken, gibt es Grund genug, in uns zu gehen, um nach Lösungen für die Zukunft zu suchen. Die Yogaphilosophie ist ein großes, spannendes Gebiet. Oft hält sie wichtige Antworten parat, manchmal liefert sie Markierungen für unseren Weg, hier und da ist auch Kopfschütteln über unsere Vorfahren.
Der weise Yogi Patanjali hat mit der Yoga-Sutra den entscheidenden Leitfaden für die Yoga-Philosophie geliefert („Sutra“ heißt übersetzt Faden). Als Sutra wird sowohl der ganze Text als auch jeder einzelne Vers bezeichnet. Die Sutra datieren vermutlich zurück auf 400 bis 200 v. Christus. Patanjali hat es geschafft, das alte Wissen so zu systematisieren, dass es gebündelt seinen Weg bis ins 21. Jahrtausend gehen konnte und bis heute das maßgebliche Werk des Yoga ist.
Als besonders relevant empfinde ich den achtgliedrigen Pfad. Er besteht aus 8 Stationen, die beim Yoga nacheinander oder gleichlaufend gemeistert werden.

Der achtgliedrige Pfad und die wichtigsten Begriffe
1. Yama: Unsere Haltung gegenüber unserer Umgebung/Umwelt
2. Niyama: Unsere Haltung gegenüber uns selbst
3. Asana: Die Praxis der Körperübungen
4. Pranayama: Die Praxis der Atemübungen
5. Pratyahara: Das Nach-Innen-Ziehen der Sinne
6. Dharana: Konzentration
7. Dhyana: Meditation
8. Samadhi: Die vollkommene Erkenntnis

Yoga kann nicht auf einzelne der oben genannten Punkte simplifiziert werden. Als ich mit Yoga begonnen habe, tauchte ich zunächst in die Welt der Körper- und Atemübungen ein. Die Meditation kam hinzu, es folgte die Auseinandersetzung mit mir selbst und meiner Umwelt. Wie wir anfangen, ist nicht relevant. Du kannst auch über die Meditation zum ganzheitlichen Yoga kommen. Dein Weg ist sehr individuell, so wie du selbst eigen bist. Das wichtigste überhaupt scheint mir ist: Anfangen und dranbleiben!

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass wir auf dem Yogaweg stets die richtigen Impulse zum genau richtigen Zeitpunkt erhalten. Da ist ein Vertrauen, dass Yoga uns das lehrt, was wir in dem Moment brauchen, um in die Balance zurück zu finden oder in Balance zu bleiben.
Während meiner ersten Yogalehrer-Ausbildung war es der Kopfstand, der mir einen enormen Schwung und viel Selbstvertrauen gab. Ihm habe ich es mit zu verdanken, dass ich mich traute, meinen Job bei der Bank zu kündigen. Mein neues Yogaleben fühlt sich bis heute sehr gut an und ich habe den Wechsel nie bereut.

Wie Yoga den Umgang mit sich selbst bereichert

Yoga ist für mich und viele andere Menschen eine hilfreiche Unterstützung, für die ich sehr dankbar bin. Yoga ist mein Anker, der mich im Alltag mit Familie, Freunden, Umwelt und Beruf ins Gleichgewicht bringt. Auch oder gerade Yogalehrer laufen Gefahr, sich auszubeuten, um anderen Menschen helfen zu können. Sie vergessen sich selbst oft dabei. Ich finde, dass ich meinen Beruf mit kleinen Ausnahmen immer recht ausgewogen umgesetzt habe. In meinem Umfeld beobachte ich jedoch immer wieder Yogalehrer, die ausgezehrt sind und ihre Studios sogar schließen und sich wieder anderen Berufen zuwenden. Dabei haben wir Yogalehrer doch die allerbesten Tools an der Hand, ein Leben in Glück, Gesundheit und Zufriedenheit zu führen. Das hat mich dazu bewogen, Yogalehrer dabei zu unterstützen, ihr Business so aufzubauen, dass sie in ihrer Kraft und Freude bleiben. Das nur am Rande. Nun mal ganz konkret: Was bringt Yoga und wie bereichert es uns?

Inner Peace Yoga Blogbeitrag

Wir kennen es doch alle: Das kleine Tief am Morgen, Antriebslosigkeit, eine gewisse Unruhe, Einschlafprobleme u.v.m. In schwerwiegenden Lebenssituationen kann es sogar zu erheblichen körperlichen oder geistigen Beschwerden kommen. In dem Moment mit Yoga zu beginnen, ist nicht der günstigste Zeitpunkt, aber natürlich besser als gar nicht. Beginne mit dem Yoga wenn möglich in guten Zeiten und integriere die Übungen in deinen Alltag, damit du in herausfordernden Zeiten darauf zugreifen kannst. Du hast es dann bereits verinnerlicht und führst es lediglich aus. Yoga gibt dir eine Struktur, mehr Halt und Zuversicht sowie nebenbei einen fitten Körper.
Mit einer klaren Intention während der Yogapraxis erzielst du die besten Erfolge. Wenn dein Rücken sich schmerzhaft zeigt, lasse dir von einer Yogatherapeutin körperliche und geistige Übungen zeigen, die du regelmäßig ausführst; explizit abgestimmt auf deine Beschwerden. Bitte deine Yogalehrerin um Tipps, was du bei deiner Lebensführung verbessern kannst. Dies setzt voraus, dass ihr gemeinsam eine ausführliche Bestandsanalyse durchführt. Sei fokussiert auf das, was sich gerade bei dir zeigt und öffne dich für Veränderungen.

Bist du bereit dafür? Die Bereitschaft für Veränderungen und die tägliche Yogapraxis können dein Leben grundlegend formen. Hin zu mehr Wohlbefinden, Glück, Zufriedenheit und körperliche Fitness. Übe nicht einfach irgendeine Sequenz oder Meditation ohne einen Fokus auf das zur richten, was du erzielen möchtest. Eine Entspannungseinheit bringt dich vielleicht mehr in die Ruhe, aber auf Dauer stellt dies lediglich einen Konsum dar. Du konsumierst Yoga, entspannst dich und nach einem Tag ist alles wieder wie vorher. Ich wünsche dir, dass du dich für echte Entwicklung und Veränderung öffnen kannst.

Tipps für eine erfüllte Yoga-Praxis

Definiere eine klare Absicht
Nimm deine aktuelle Verfassung wahr und mache eine Bestandsanalyse, was du gerade auf körperlicher, geistiger und emotionaler Ebene brauchst. Gestalte dein Yogapraxis realistisch. Fordere dich, aber überfordere dich nicht!

Dein Termin mit dir selbst

Es reicht nicht aus, sich vorzunehmen, jeden Tag Yoga zu machen. Bei dem Vorsatz bleibt es meistens. Nimm dir konkret vor, an welchen Tagen du Yoga üben willst, zu welcher Tageszeit und wie lange. Mir hilft es, dafür einen festen Platz zu haben, an dem ich mich wohlfühle. Zünde eine Kerze an, mach es dir gemütlich und schenke dir selbst Zeit mit dir! Das Gefühl am Ende deiner Sequenz wird dich motivieren, am nächsten Tag wieder zu üben.

Achtsames und abwechslungsreiches Üben

Je achtsamer und bewusster du übst, desto tiefer sind die Wirkungen. Wenn du unsicher bist bei der Ausführung der Asanas (Yogahaltungen) oder beim Meditieren Fragen und Hindernisse auftauchen, wende dich an einen Yogalehrer, der dir helfen kann. Beobachte stets deine Bewegungs- und Atemmuster und sei offen für Anpassungen! Nach einer gewissen Zeit, wenn du deinen Übungsplan verinnerlicht hast, werde offen für neue Impulse und öffne dich für mehr Abwechslung. Dies hält deine Yogapraxis lebendig. Übe nicht nur das, was dir Freude bereitet, sondern setze dich auch mit Techniken auseinander, die dir schwerfallen.
Herausforderungen annehmen
Bleibe nicht in der Komfortzone und nimm die Herausforderung an, Neues zu lernen und zu kultivieren. Unsere innere Trägheit hindert uns manchmal daran, neue Dinge auszuprobieren. Überwinde deinen trägen Geist und suche achtsam Herausforderungen. Eine stetige Weiterentwicklung auf körperlicher und/oder geistiger Ebene sollte deine Absicht sein.

Mit Freude üben

Stoisch Yoga zu üben und dabei mit dem Geist ganz woanders zu sein, das kennen wir alle. Auch das darf mal sein. Die Yogapraxis fühlt sich nicht immer gleich an und variiert von Tag zu Tag und auch innerhalb der Tageszeiten. Versuche dennoch immer wieder aufs Neue mit Leichtigkeit und Freude zu praktizieren. Die lockere, innere Ausrichtung entscheidet darüber, wie motiviert du bist. Kreiere Ziele, ohne Erwartungen zu haben. Lass es geschehen, gib die Kontrolle ab und vertraue darauf, dass du genau das Richtige tust!

Einen Aufruf an alle Yogalehrer habe ich noch: 

Unser Part als Yogalehrer sollte eigentlich die Arbeit für einen ‚Gesunden Körper und ruhigen Geist‘ sein, der sich nicht von Außen treiben lässt. Seid Vorbild! Sagt euren Schülern,  dass die eigene kleine tägliche Praxis vollkommen ausreicht, mit den Herausforderungen dieser Zeit Schritt zu halten.

Atem- und Lockerungs-Übungen, sinnvolle Asana-Sequenzen, dazu passend Mantras, Mudras, Achtsamkeitsübungen, Tiefenentspannung, Meditationen, Affirmationen – einfach die ganze Bandbreite an jahrtausendlangen erprobten yogischen Techniken ohne diesen Extra-Firlefanz. Es muss nicht das fette Yoga-Retreat auf Bali sein, welches dich zurück zu dir bringt. Wir Yogalehrer sind mehr denn je gefordert, solide und unprätentiöse Arbeit zu leisten. Nicht mehr und nicht weniger.

Alle Probleme unserer Zeit sind menschengemacht, auf die wir Einfluss haben. Wir haben die Kraft und Macht, diese wieder zu korrigieren – wenn wir wollen und uns dessen bewusst sind. Mit Yoga und Meditation können wir unsere inneren Kräfte anzapfen, dann können wir das schaffen. Wir Menschen sind Anpassungskünstler, deshalb werden wir natürlich auch bestehen können. Und wenn wir noch ein wenig solidarisch mit Nachbarn und Freunden sind, uns gegenseitig eine Hand reichen, werden wir mehr Schwierigkeiten überstehen können, als wir uns momentan ausmalen wollen.

Ich bin optimistisch und  vertraue auf ein Universum der Fülle und meine/unsere Anpassungsfähigkeit. Und dafür mache ich jeden Morgen ohne Ausnahme meine Atem- und Meditationsübungen, praktiziere meine Asana-Reihe für bestimmte Körperregionen und entspanne mich am Ende. Alles abgestimmt an meine Tagesform und meiner Intention.

Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Blog-Beitrag inspirieren. Wenn du Fragen hast, melde dich gerne bei mir. Ich freue mich, wenn du mir ein Feedback gibst und erzählst, wie du deine Yoga-Praxis aktuell erlebst und was deine Ziele sind.

Alles Liebe,
Julia Backhaus

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Von der Bankerin zur Yogalehrerin https://juliasyogawelt.de/von-der-bankerin-zur-yogalehrerin/ https://juliasyogawelt.de/von-der-bankerin-zur-yogalehrerin/#respond Thu, 21 Jul 2022 13:49:49 +0000 https://juliasyogawelt.de/?p=7774 Die Yoga-Love-Story: Es war der Tag, an dem ich zum ersten Mal meinen heiligen Raum spürte. Ich befand mich in jener Zeit in einer Kurklinik an der Ostsee, um mich …

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Die Yoga-Love-Story:

Es war der Tag, an dem ich zum ersten Mal meinen heiligen Raum spürte. Ich befand mich in jener Zeit in einer Kurklinik an der Ostsee, um mich selbst besser zu verstehen. Während meiner ersten Yogastunde dort spürte ich ein tiefes Ankommen. Es war magisch. Erst viele Jahre später wurde mir bewusst, dass ich meinen eigenen heiligen Raum erfahren hatte. Erfüllt von diesem Gefühl kündigte ich meinen Job als Bankerin und beschloss, fortan nur noch Yoga zu unterrichten, um diese Einmütigkeit und Verbundenheit mit vielen anderen Menschen zu teilen.
So schnell in die Umsetzung zu kommen, hängt natürlich damit zusammen, wie sehr wir im Vertrauen sind und wie sehr wir von einer Sache überzeugt sind. Veränderungen sind immer eine kleine oder große Herausforderung. Aber wie ich schon in meinem letzten Newsletter erwähnt habe: Unsere Lebenszeit ist kostbar und es ist nicht egal, wie und mit wem oder was wir sie verbringen.
Interessiert es dich, wie und warum ich mich vom „sicheren“ Job bei der Bank lösen konnte?
❤ In diesem Blog-Beitrag verrate ich dir meine ganz persönliche „Yoga-Love-Story“. Wie ich die Zeit als Bankberaterin empfunden habe und wie ich dann zur Vollblut-Yogalehrerin wurde:

Die erste Ausbildung als Basis

Nach dem Fachabi sollte ich erstmal etwas Vernünftiges lernen. Meine Eltern meinten das. Ich schrieb über 50 Bewerbungen an Banken und Industrieunternehmen. Ein Reisebüro war auch dabei. Die Sparkasse wollte mich und so absolvierte ich meine Ausbildung zur Bankkauffrau. Manche Bereiche fand ich interessant, andere weniger. Solange ich mit Menschen zu tun hatte, war alles gut. Als ich während der Ausbildung für vier Wochen eine interne Abteilung kennenlernen sollte, die sich mit Erbrecht beschäftigte, war ich kurz vor der Kündigung. Was interessieren mich die Toten!

Mein Leben in der Komfortzone

Nach der Ausbildung blieb ich und richtete es mir als Kundenberaterin bei der Bank ein. Ich war dafür zuständig, andere Menschen im Bereich Altersvorsorge, Versicherungen, Geldanlagen und Investitionen zu beraten. 10 Jahre lang ging ich mal mehr, mal weniger zufrieden zur Arbeit. Mein großes Glück war, dass ich immer Chefs hatte, die mich einfach machen ließen. Ich hatte viele Freiheiten. Meinen Urlaub verplante ich nach meinen Vorstellungen, sogar unbezahlter Urlaub für eine ausgedehnte Australien-Reise war drin. Ich traute mich einzufordern, was ich für meine Zufriedenheit brauchte. Während dieser Zeit war ich in einer längeren Partnerschaft mit einem Kollegen, das fühlte sich gut an. Ich genoss es auch, in Teams zu arbeiten und liebte den Austausch mit den Kunden. Die Mitarbeiterführung im Unternehmen gefiel mir und zu der Zeit tat mir die Sicherheit sehr gut. Ich bewegte mich in meiner Komfortzone und hatte genug Zeit und Geld zum Leben; eigentlich war alles gut.

Als ich begann, mein Leben zu hinterfragen

Dann brach ich aus. Ich kann es gar nicht mehr an einem konkreten Ereignis festmachen. Vermutlich ging es mit der Trennung des Partners los, dass ich zunehmend mein ganzes Leben in Frage stellte. Was mache ich hier eigentlich? Ist das jetzt echt alles im Leben? Soll ich so bis zur Rente weitermachen? Eine Kur half mir, mich zu sortieren und mehr Klarheit zu gewinnen. Bereits nach der ersten Yogastunde – in der Kur – meldete ich mich zur Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg an. Auf das Ausbildungsinstitut von Yoga Vidya kam ich, weil die Yogalehrerin aus der Klinik ihre Ausbildung dort gemacht hatte. Sie meinte, ich solle dort am besten vorher gar nicht hinfahren, sondern mich direkt anmelden. Im Nachhinein war das ein weiser Tipp. Ich weiß nicht, ob ich mich noch angemeldet hätte, wenn ich es mir vorher angeschaut hätte. Es war schon alles sehr streng und strikt und dieser straffe Zeitplan über Wochen hat mich ganz schön herausgefordert.

Yogatherapie Julia Backhaus

Vom Traum zur Wirklichkeit

In meinen Träumen malte ich mir aus, dass ich Yoga neben der Arbeit weitergeben kann. Die Ausbildung begann, sie inspirierte mich sehr und ich startete ganz mutig mit dem Unterrichten für Freunde und Bekannte. Es machte mir riesigen Spaß, erfüllte mein Herz und machte mich zufrieden. Über die Bank kannte ich ja schon recht viele Menschen und Entspannung konnten ja alle gut gebrauchen. Nach einigen Monaten erkundigte ich mich bei meinem Chef, ob ich mein Arbeitsverhältnis um 50 Prozent reduzieren könne. Ich würde die andere Hälfte Yoga unterrichten. „Der neue Vorstand möchte, dass du ganz bleibst!“, hieß es. Das war an einem Freitag. Das folgende Wochenende kaute ich auf dem Thema herum. Meine Eltern, die eigentlich sehr sicherheitsorientiert sind, versuchten nicht, mich zu beeinflussen. Montagmorgen ging ich mit der Kündigung zum Chef. Ob er damit gerechnet hatte, weiß ich nicht. Er sah nicht so aus.
Wow, ich fand mich selbst ganz schön mutig! Und auch irgendwie völlig verrückt. Aber ich vertraute darauf, dass es schon richtig sein würde. Wenn es sich so wahnsinnig gut anfühlt, Yoga zu unterrichten, dann kann es eigentlich nur richtig sein, was ich da gerade tue, dachte ich mir.

Auf in die Selbständigkeit!

Ein halbes Jahr später saß ich dann auf meiner Yogamatte ohne einen Chef, ohne eine Marketing-Abteilung, ohne eine EDV-Abteilung – einfach ohne diesen ganzen Apparat, der mir immer diesen Halt gegeben hatte im vergangenen Jahrzehnt. Ich erstellte eine Website und Flyer, wurschtelte mich durch, ließ mir von Freunden helfen und so wurden es immer mehr Kurse, Workshops und Einzelstunden, die ich gab. Nebenbei erhielt ich Existenzgründungszuschuss, den ich komplett zum Sparen an die Seite legen konnte. Ich brauchte das Geschenk vom Staat nicht; die Einnahmen flossen und ich war im Vertrauen und machte mir keine Sorgen. Mein Leben fühlte sich einfach nur super an. Endlich ausschlafen und tun und lassen, was ich will.
Ohne jetzt angeben zu wollen: So ist das bis heute.
Abgesehen davon, dass ich mit zwei kleinen Kindern nicht mehr ausschlafen kann und dadurch auch körperlich und mental manchmal an meine Grenzen komme oder darüber hinaus. Aber das ist normal und das haben auch Mütter und Väter, die angestellt sind.

Natürlich gab es Momente, in denen ich dachte „Mir ist das alles zu viel“, „Ich will nicht mehr alles alleine machen müssen“, „Ich will diese Abendkurse nicht mehr“, „Fuck, wenn ich noch in der Bank wäre, würden die mir jetzt einfach einen neuen Drucker bringen“ usw. Diese Momente der Unsicherheit und Verzweiflung waren jedoch immer schnell verflogen. Ich konzentrierte mich wieder auf meine Aufgabe und gut.

Ein Leben voller Weiterbildungen und Inspirationen

Mir gefiel es, mich im Bereich Yoga, Entspannung und Meditation fortwährend weiter zu bilden. Ich sog die Inhalte auf, mir fiel alles plötzlich so leicht. Nach der Ausbildung zur Entspannungspädagogin tauchte ich in die Shiatsu-Lehre ein, dann in die Thai-Yoga-Massage. Ich verbrachte vier Winter in Indien, um Yoga in seinem Ursprungsland zu erleben. In Indien gibt es nicht „das eine“ Yoga. Es gibt unzählige Schattierungen, die alle ihren Platz haben. Im Nachhinein waren meine Indienreisen meine wichtigsten und intensivsten Erfahrungen, die sowohl mein Leben als auch meinen Yogastil sehr beeinflusst haben. Der Kontakt dort zu Einheimischen hat mein Herz sehr berührt. Inzwischen habe ich die Ayur-Yogatherapie-Ausbildung bei Remo Rittiner abgeschlossen und gebe in meiner Praxis überwiegend Privatstunden für Menschen mit körperlichen und geistigen Dysbalancen sowie Yogareisen und Weiterbildungen für Yogalehrer. Besonders die Yogareisen halten meinen Geist wach, weil mich meine Gäste mit ihren Lebens- und Wertvorstellungen immer wieder aufs Neue inspirieren.

Privatstunden Yoga Arolsen Julia Backhaus

Mein Erfolgsrezept

Die Sparkasse hat mir damals eine gute Basis gegeben für meine Selbständigkeit als Yogalehrerin. So kann ich meine Liebe zum Yoga weitergeben und habe gleichzeitig die Finanzen im Blick, damit ich in der Fülle bleibe. Und mit den Jahren habe ich gelernt, mich unterstützen zu lassen. Inzwischen arbeiten einige Freelancer für „Julias Yogawelt“. Ich gebe ab, was ich nicht kann oder nicht können will. Das ist sehr wichtig, damit wir uns als Selbständige/r nicht verzetteln. Und was viele unterschätzen: Das Fundamentalste ist, dass wir als YogalehrerIn eine tägliche Yoga-, Atem- und Meditationspraxis haben. Sie gibt uns die nötige Struktur, zentriert und fokussiert uns auf das Wesentliche.

Du bist YogalehrerIn und überlegst jetzt, dich auch selbständig zu machen? Du hast die Wahl!

Für mich ist es perfekt. Ich genieße die Freiheit. Mein Yoga-Business ist clever aufgebaut mit geringen Fixkosten und viel Flexibilität. Ich bin eine geborene Selbständige. Ob die Selbständigkeit für dich auch richtig ist und ob sie dich auf Dauer zufrieden macht, kannst nur du selbst herausfinden. Egal wie anstrengend meine Arbeitstage sind, mich machen die Momente glücklich, wenn Menschen aus meinen Yogatherapiestunden gehen oder nach einer Yogareise so inspiriert sind, dass sie selbst mutiger werden, ihren eigenen Weg zu gehen. Werde dir bewusst, warum du es willst und sei stets offen für Veränderungen! Ich habe meine Route in den vergangenen 18 Jahren immer wieder meinem Lebensrhythmus sanft angepasst.

Hast du meine Yoga-Love-Story gelesen?
Was macht das mit dir?
Gibt es Dinge, die du gerne verändern würdest?

Ich freue mich, wenn du deine Gedanken mit mir teilst. Schreib mir oder ruf mich an!
Alles Liebe,
Deine Julia Backhaus

 

 

 

 

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3 einfache Yoga-Tricks, die mein Leben verändert haben – und auch deins verändern werden https://juliasyogawelt.de/3-einfache-yoga-tricks/ https://juliasyogawelt.de/3-einfache-yoga-tricks/#respond Sun, 24 Apr 2022 23:00:34 +0000 https://juliasyogawelt.de/?p=7614 Es war der Tag, an dem ich mal wieder humpelnd eine Yogastunde verließ. Ich wusste, dass es Tage oder Wochen dauern würde, bis sich der Schmerz verzieht. Zu dem Zeitpunkt …

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Es war der Tag, an dem ich mal wieder humpelnd eine Yogastunde verließ. Ich wusste, dass es Tage oder Wochen dauern würde, bis sich der Schmerz verzieht. Zu dem Zeitpunkt übte ich bereits 13 Jahre Yoga und lernte bei den unterschiedlichsten Lehrern. Und noch immer fehlten mir umfassende Kenntnisse darüber, was mein Körper wirklich braucht.

Manches Ziel wird erst durch Umwege erreicht

Ich fand ihn. Den Menschen, der mich dabei unterstützte, herauszufinden, was mein Körper wirklich braucht. In meiner Ausbildung zur Ayur-Yogatherapeutin lernte ich meine persönlichen Körperhaltungs- und Bewegungsmuster näher kennen. Ich nahm meine Haltung bewusst wahr und spürte, was gut für mich ist und in welchen Körperbereichen es noch mehr Muskulatur oder Flexibilität braucht. Dies setzt die Offenheit voraus, die eigene Haltung sowie innere Konzepte immer wieder aufs Neue zu überprüfen. Das ist gar nicht so einfach wie es klingt.

Warum es so wichtig ist, Yoga individuell angepasst zu üben

Ich erkannte, dass ich mich erst einmal selbstverantwortlich um mich kümmern muss, bevor ich im Miteinander in die Verantwortung gehen kann. Ein entscheidender Schlüssel dabei ist die Anpassung, wie sie im Ayur-Yoga einprägsam gelebt wird. Ayur-Yoga ist ein angepasster, achtsamer, atembetonter, anatomisch fundierter und abwechslungsreicher Yoga. Ich spürte, dass ich als Mensch mit meinen Ressourcen im Vordergrund stehe. Es ging nicht um die perfekte Haltung, sondern darum, meinen ständigen Fortschritt und die Entwicklung meiner körperlichen und geistigen Gesundheit zu fördern. Die Aufmerksamkeit wird voll auf die positiven Wirkungen gerichtet. Der Heilprozess erfordert Achtsamkeit, Disziplin beim Üben und unendlich viel Geduld mit sich selbst. Gezielte Übungsreihen, systematisch aufgebaut und mit der passenden Atmung und geistigen Ausrichtung ausgeführt, halfen mir, meine körperlichen und geistigen Dysbalancen auszugleichen. Ich wurde inspiriert, die Verantwortung für meine Gesundheit, Heilung und spirituelle Entwicklung zu übernehmen.

Wie es mir gelang, meine Schmerzen durch Anpassung aufzulösen

Spürst du ein „Zuviel“? Nimmst du wahr, wenn du etwas Anderes brauchst? Hast du erkannt, dass du was verändern solltest? In unserem Leben geht es fortwährend um eine sinnvolle Anpassung. Die Kunst besteht darin, sich zu fordern, ohne sich dabei zu überfordern. Jeder Mensch ist einzigartig, und so sollte beim Konzipieren eines Yoga-Programms berücksichtigt werden, in welcher körperlichen und geistigen Konstitution sich der Mensch gerade befindet, was er bisher erlebt hat, welche Erkrankungen oder Einschränkungen er mitbringt, wie er sich fühlt, welche Lebensgewohnheiten er hat, wie er sich ernährt und verdaut, welchen Beruf er ausübt, wie seine familiäre Situation ist, wie hoch die Bereitschaft ist zu einer regelmäßigen Yoga-Praxis und wie er spirituell ausgerichtet ist. Ein Yoga-Programm sollte darüber hinaus auch der Tagesform angepasst werden. Wenn du achtsam wahrnimmst, spürst du, was dir gut tut und welche Übungen eher kontraproduktiv sind. Ein(e) Yogalehrer(in) sollte in der Lage sein, auf jeden Menschen individuell einzugehen. So können Anpassungen für Körper, Atem und Geist angeboten werden, um bestimmte Wirkungen zu erzielen. Dies entwickelt tiefes Vertrauen in der Beziehung zwischen Lehrer(in) und Schüler(in). Und jetzt verrate ich dir, wie ich meine Ressourcen mit 3 einfachen Tricks besser kennen gelernt habe:

Trick Nr. 1: Bewegung in und aus der Haltung

Je nach körperlichen Beschwerden kann es Sinn machen, sowohl beim Hineingehen in die Übung als auch beim Herausgehen aus der Übung eine Anpassung vorzunehmen, damit keine zusätzliche Spannung entsteht. Wenn du beispielsweise einen sehr verspannten Nacken hast, ist es beim Hinein- und Hinausgehen in die stehende Vorbeuge vorteilhaft, den Nacken lang zu halten und eine Nackenstauchung zu vermeiden.

Trick Nr. 2: Form der Haltung

Es geht nicht darum, etwas nachzumachen, sondern die eigene passende Form der Übung im Jetzt zu entdecken. Du nimmst deine Haltung bewusst wahr und spürst, was gut für dich ist und in welchen Körperbereichen es noch mehr Muskulatur oder Flexibilität braucht. Für jede Übung gibt es unzählige Alternativen und Anpassungsmöglichkeiten. Fördere deine Eigenwahrnehmung und -verantwortung und öffne dich für individuelle Anpassungen.

Trick Nr. 3: Intensität der Übung

Du bestimmst die Intensität der Übung! Wenn die Kraft noch fehlt oder Schmerzen spürbar sind, gehst du nur so weit in die Haltung hinein, bis du dich ausreichend gefordert fühlst. Als YogalehrerIn solltest du das Fingerspitzengefühl entwickeln, deine Schülerinnen und Schüler weder zu extrem zu pushen, noch sie zurückzuhalten beim Üben. Nach dem Verständnis von Ayur-Yoga soll Yoga in erster Linie Menschen miteinander verbinden, um Harmonie und Frieden zu fördern für ein verantwortungsvolles Miteinander. Dies beginnt stets bei uns selbst und erfordert jederzeit eine neue Anpassung.
Dir hat dieser Blog-Beitrag gefallen?
Ich freue mich über einen Kommentar von dir.

Du hast körperliche und/oder mentale Dysbalancen und wünscht dir Unterstützung im Bereich Entspannung, Ernährung, körperliche Ausrichtung und/oder Lebensführung?

Schreib mich gerne an.
Herzliche Grüße,
Julia Backhaus

Julia Backhaus - Yogalehrerin (BYV), Shiatsu Masseurin (BYV), Entspannungspädagogin (BTB), Thai Yoga Masseurin (Tobias Frank) sowie Ayur Yogatherapeutin nach Remo Rittiner. Sie gibt seit 2006 mit viel Enthusiasmus, Freude und Klarheit Yogakurse, Privatstunden, Workshops, Weiterbildungen, Massagen und Yogareisen.

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Digitales Detox in Beruf und Alltag https://juliasyogawelt.de/digitales-detox-in-beruf-und-alltag/ https://juliasyogawelt.de/digitales-detox-in-beruf-und-alltag/#respond Mon, 12 Apr 2021 18:05:20 +0000 https://juliasyogawelt.de/?p=5669 Wie du es schaffst, einen Tag pro Woche nicht Sklave deines Smartphones zu sein Dein Handy ist dein treuer Begleiter. Ein Leben „ohne“ scheint kaum noch vorstellbar zu sein. Es …

Digitales Detox in Beruf und Alltag weiterlesen »

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Wie du es schaffst, einen Tag pro Woche nicht Sklave deines Smartphones zu sein

Dein Handy ist dein treuer Begleiter. Ein Leben „ohne“ scheint kaum noch vorstellbar zu sein. Es weckt dich am Morgen, es zeigt dir die Termine des Tages an, es erinnert dich an Geburtstage, du startest Videokonferenzen darüber und kommunizierst mit der Welt. Permanent schaust du, ob Nachrichten eingegangen sind, ob du auf eine Whatsapp antworten musst oder ob es bei Facebook, Instagram oder LinkedIn was Neues gibt. Wenn du das Handy versehentlich irgendwo liegen gelassen hast, wirst du nervös und tust alles, um es schnellstmöglich zurück zu bekommen.

Fühlst du dich ertappt?
Mal ganz ehrlich, wann hattest du dein Handy zuletzt einen ganzen Tag aus? Erinnerst du dich noch an „früher“, als du nicht ständig erreichbar warst und dich auch nicht immer mitteilen konntest? Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass ihr Smartphone unentbehrlich geworden ist: Sie nutzen es exzessiv trotz negativer Konsequenzen. Menschen schlafen zum Beispiel schlechter, wenn sie abends noch auf dem Gerät „rumdaddeln“ und dennoch tun sie ist. Es ist ihnen entweder egal, ihnen ist es nicht bewusst oder es fehlt die Motivation oder Alternative; oft ist es reiner Zeitvertreib gepaart mit dem Gefühl, etwas zu verpassen. Wenn sie es verlegt haben, entsteht Unruhe und Nervosität oder es kommt sogar zu Schweißausbrüchen. Manche Menschen spüren zwar die Abhängigkeit und die immer häufigere Nutzung , Einschränkungsversuche bleiben jedoch erfolglos. Die enge Bindung zum Gerät ist intensiv und ersetzt zum Teil echte, soziale Kontakte. Das Handy bestimmt den Tag und die Nacht und beherrscht den Menschen.

Wenn Freizeitaktivitäten nachlassen
Spätestens wenn das Interesse an Freizeitaktivitäten nachlässt, sollten wir darüber nachdenken, digitales Detox, wörtlich übersetzt „den Finger entgiften“, einzuführen. Aber wie genau kann das ablaufen und was muss ich beachten?

Finde dein Warum!
Zunächst solltest du dir überlegen, WARUM du dein Handyverhalten verändern möchtest. Dein „Warum“ wird zukünftig dein Motor sein, die Disziplin für den Verzicht aufzubringen.

Dein Warum kann sein, dass du

  • – körperliche Schulter- und Nackenverspannungen reduzieren möchtest.
  • – mehr Zeit mit deinen Kindern, Freunden und Kunden verbringen möchtest.
  • – besser ein- und durchschlafen möchtest.
  • – effizienter und zielorientierter arbeiten möchtest.
  • – deine Augen schonen möchtest.

Die Liste könnte noch fortgeführt werden. Ich bin mir sicher, dass du dein eigenes „Warum“ bereits kennst und dich meine Vorschläge inspiriert haben.

Entscheide dich jetzt ganz bewusst, was du genau ändern möchtest!

Beispiele:
„Ich entscheide mich, mein Handy nachts auszuschalten, um der Strahlung beim Schlafen nicht ausgesetzt zu sein“.
„Ich entscheide mich, das Handy immer erst nach dem Frühstück zu nutzen“.
„Ich entscheide mich, mein Handy von montags abends bis mittwochs morgens in den Flugmodus zu schalten“.
„Ich entscheide mich, das Handy nur drei Mal am Tag für 1 Stunde zu nutzen“.

Formuliere jetzt deine Entscheidung und schreibe sie auf! Nimm dir 5 Minuten oder länger dafür zum Überlegen.

Willst du wissen, wie es bei mir zum digitalen Fasten kam?

Vor 5 Jahren fiel mir auf, dass ich mein Handy zu häufig nutze. Ich hatte zu dem Zeitpunkt seit einem guten Jahr ein Smartphone, davor hatte ich mich weitestgehend über Festnetz oder E-Mail ausgetauscht. Es kribbelte in meinen Armen, ich hatte Schulterverspannungen und konnte schlechter ein- und durchschlafen. Der Weg vom Erkennen bis zur Umsetzung war bei mir nicht weit. Ich überlegte, was ich ändern kann. Mir kam intuitiv der Gedanke, dass ich mich einen Tag pro Woche nicht digital austauschen möchte. Ich entschied mich für den Dienstag und nahm mir vor, dass ich das Handy von Montag Abend bis Mittwoch Morgen nach dem Tee in den Flugmodus schalte. Nachdem ich mein Kind zur Kita gebracht hatte, übte ich ein bis zwei Stunden Yoga zusätzlich zu meinem Morgenprogramm. Das tat sehr gut und machte den Dienstag zu einem besonderen Tag. Ich nahm mir Zeit für mich! Das klappte nicht immer, aber alleine die Tatsache, dass ich keine Möglichkeit hatte mich auszutauschen, führte zu mehr kreativen Gedanken. Ich entwickelte neue Geschäftsideen!

Bei dir funktioniert das nicht?
Wenn du jetzt denkst, dass das bei dir aus unterschiedlichen Gründen nicht geht, dann liegst du falsch. Ich hatte auch Herausforderungen zu meistern und musste lernen, für andere Menschen mitzudenken. Heutzutage ist es schon fast normal, dass man sich kurz vor einer Verabredung erkundigt, ob es beim geplanten Treffen bleibt. Deshalb gehe ich montags gedanklich alle Eventualitäten durch, die am Folgetag eintreten können. Wenn ich beispielsweise Yogatherapie gebe, schreibe ich meine Teilnehmer einen Tag vorher nochmal an, erinnere an den Termin und schreibe klar, dass mein Handy dienstags aus ist. Versucht der Kunde kurzfristig abzusagen, ist das mein Pech. Der digitale Fastentag ist mir so wichtig, dass ich es gerne in Kauf nehme, auch mal was zu verpassen. Grundsätzlich klappt das sehr gut und ich habe einen Tag Ruhe im Kopf und mein Körper entspannt sich.

Disziplin und die Fähigkeit voraus zu schauen
Es erfordert eine große Portion Disziplin, den Plan einzuhalten. Ich erwische mich immer noch dabei, dass es mir gelegentlich schwer fällt, das Smartphone montags in den Flugmodus zu schalten. Aber in der Regel freue ich mich drauf, weil ich das gute Gefühl während und nach dem digitalen Detox so sehr genieße. Mein Dienstag verläuft ganz anders als die übrigen Wochentage. Ich konzentriere mich aufs Wesentliche, es gibt nichts mitzuteilen und ich muss auch auf Nichts reagieren- herrlich! Es bleibt so viel Zeit übrig für all meine Projekte. Der Dienstag ist ein Tag zum Sammeln, Sortieren und kreativ sein geworden.

Keine Regel ohne Ausnahme
Ein bis zweimal im Jahr bleibt mein Handy dienstags an. Wenn zum Beispiel ein Flug geplant ist, möchte ich für meine Lieben zu Hause erreichbar sein und Bescheid geben, dass ich gut gelandet bin. Aber grundsätzlich bleibt es bei solchen oder ähnlichen Ausnahmen. Entscheidend ist, dass du dein Ritual immer wieder überprüfst, deinem Leben anpasst und flexibel bist. So habe ich beispielsweise mit zunehmender Anfrage von Privatstunden gemerkt, dass ich auch dienstags per E-Mail erreichbar sein möchte. Die eingehenden Nachrichten beantworte ich dann einmal pro Tag über mein Tablet oder den PC. Die Vereinbarung mit mir selbst ist mir sehr wichtig. Ich gestalte sie so, dass sie vereinbar ist mit meinem Yoga-Business und meiner Familie mit Kindern.

Am Tag danach
Wenn ich das Handy dann mittwochs bewusst einschalte, habe ich meistens einiges zu erledigen. Es ist spannend, dass ich mein Handy für mindestens zwei bis drei Tage deutlich bewusster und reduzierter nutze. „Digitales Detox“ ist eine Lebenseinstellung. Für mich gehört es neben der Meditation zur aktiven Geistpflege dazu. Die kleine Auszeit wirkt befreiend auf allen Ebenen. Ich möchte nicht abhängig sein von einem Gerät.

Gönne dir die Auszeit und sei geduldig!
Trau dich und finde deine eigene kleine oder große digitale Auszeit. Sei kreativ in der Gestaltung und gib nicht auf, wenn mal was nicht sofort klappt. Auch das Umfeld muss sich erst daran gewöhnen. Bei mir hat das etwa ein Jahr gedauert. Auch wenn dein Smartphone zum Job gehört: Wenn du dir bewusst machst, was du brauchst und wie du dir dein Leben konkret vorstellst, dann wirst du eine Lösung finden. Sorge für dich und gönn dir mehr Lebensqualität durch weniger „daddeln“ am Smartphone. Du wirst recht bald spüren, dass dich dein neues Ritual aus der Stressfalle raus holt: Weniger Zeit- und Leistungsdruck, dafür mehr Raum für positive Gefühle wie Freude, Liebe, Dankbarkeit und Entspannung. Die Pausen sind Urlaub für die Seele. Körper und Geist kommen in den Regenerationsmodus. Dabei nehmen nachweislich Stresshormone ab und das Immunsystem fährt hoch. Dein Energielevel steigt und du bist insgesamt zufriedener!

Hast du dich schon für deine Auszeit entschieden?

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Bleib entspannt.
Deine Julia

P.S.: Du verpasst langfristig wirklich nichts durch deine selbst bestimmten Auszeiten. Und in deinem Job bist du dadurch tatsächlich noch leistungsstärker und effizienter. Ich schreibe aus Erfahrung.

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Interview mit Thai Yoga Experte Tobias Frank https://juliasyogawelt.de/interview-mit-thai-yoga-experte-tobias-frank/ https://juliasyogawelt.de/interview-mit-thai-yoga-experte-tobias-frank/#respond Wed, 09 Oct 2019 14:40:19 +0000 https://juliasyogawelt.de/?p=3661 Der Bodyworker, Buchautor und Leiter der Yogalehrer Online Akademie „Erfolg mit Herz“ Tobias Frank hatte mich zum Interview über Zoom eingeladen. Ich erzähle, wie es mir in der Yogalehrer Online …

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Der Bodyworker, Buchautor und Leiter der Yogalehrer Online Akademie „Erfolg mit Herz“ Tobias Frank hatte mich zum Interview über Zoom eingeladen. Ich erzähle, wie es mir in der Yogalehrer Online Akademie ergangen ist, was sich verändert hat dadurch und wie ich es schaffe, meinen Yoga-Herzensweg zu gehen. Als Mutter von 2 kleinen Kindern könnte ich 20 Gründe oder mehr nennen, alles auf später zu verschieben. Wer selbst Mama ist, weiß das. Ich verrate euch, wie ich meinen Tag strukturiere und was die Voraussetzung ist für ein erfolgreiches und vor allem glückliches (Yoga)-Business-Dasein. So wie es unterschiedliche Yoga Wege (Jnana Yoga, Karma Yoga, Bhakti Yoga, Raja Yoga) gibt, so gibt es auch unterschiedliche Lebensstadien mit ihren jeweiligen Aufgaben:

1. Brahmacharya: Das Leben als Schüler und Student (Schulung des Verhaltens) 
2. Grihastya: Das Leben in Familie und Berufsleben. 
3. Vanaprastya: Ausstieg aus dem Berufsleben und mehr spirituelle Praxis.
4. Sannyasa: Rückzug und Vorbereitung auf das Sterben.

Alles geschieht zu seiner Zeit. Ich persönlich befinde mich gerade in der Grihastya Zeit und übe mich in Karma Yoga. Karma bedeutet „Handeln ohne Anhaftung an die Ergebnisse der Handlungen“. Ganz praktisch bedeutet das für mich als Mama zum Beispiel, meinen Kindern selbstlos zu dienen ohne Erwartungen zu haben. Auch das Unterrichten von Yoga ist Karma Yoga. Im Vordergrund steht das Dienen und nicht der Verdienst, wenngleich auch ich als Yogalehrerin mir schöne Reisen leisten möchte und Lebensmittel in Bioqualität sollen auch auf dem Tisch stehen. Und dafür ist dann schlichtweg der finanzielle Ausgleich. 

Ich erzähle im Interview, wie ich mehr Klarheit, Selbstbewusstsein und Mut in Job und Familie habe, wie ich gezielt mehr Qualität in meine Arbeit hinein bringe und wie ich Prioritäten setze. 

Sieh selbst und lass dich inspirieren!

Das Interview

Hat dir unser Video gefallen oder möchtest du mir ein Kommentar hinterlassen? Ich freue ich mich über dein Feedback und Like. 

Das kostenlose Online Video „Loslassen leicht gemacht“ von Tobias Frank findest du auf seiner Website www.thaiyoga.de

 

Du suchst Unterstützung auf deinem persönlichen Lebensweg? Vereinbare noch heute einen Termin bei mir zur Yoga-Privatstunde. Bis bald auf der Matte, 

Julia Backhaus

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Sabai sabai- vom glücklichen Leben… https://juliasyogawelt.de/sabai-sabai-vom-gluecklichen-leben/ https://juliasyogawelt.de/sabai-sabai-vom-gluecklichen-leben/#respond Tue, 07 May 2019 16:45:55 +0000 https://juliasyogawelt.de/?p=3069 Unsere Erde bietet uns zahlreiche Länder und besondere Plätze, die mit bestimmten Emotionen verbunden sind. Behaglichkeit zählt sicher zu den wichtigsten und angenehmsten. Im fernen Thailand gibt es dafür das …

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Unsere Erde bietet uns zahlreiche Länder und besondere Plätze, die mit bestimmten Emotionen verbunden sind. Behaglichkeit zählt sicher zu den wichtigsten und angenehmsten.

Im fernen Thailand gibt es dafür das Universalwort „Sabai“. Es umfasst die ungezwungene, glückliche Zufriedenheit. Die Thailänder begrüßen sich mit “ sabai dee mai? (wie geht`s dir?) und man entgegnet „sabai dee korp-koon“ (danke, gut). Es gibt noch viele weitere Verwendungsmöglichkeiten für dieses Wort und immer wird die entspannte und glückliche Lebensart zum Ausdruck gebracht, die Thailändern eigen ist.

Viele Hotels dort tragen zum Beispiel das Wort „Sabai“ in ihrem Namen, um zum Ausdruck zu bringen, dass sie geruhsame Nachtruhe versprechen. „Sabai Jai“ meint ein „wohliges Herz“, eine leicht nachzuempfindende Emotion, wenn wir uns vorstellen, auf einer Schaukel sitzend auf das Meer zu schauen.Thailänder leben nach dem Sabai-Prinzip. Fleißig und gewissenhaft führen sie ihre Arbeiten aus, meist ohne Stress und Eile und mit einem freundlichen Lächeln. Sie empfinden ihr Tun im „Sabai-Zustand“ als ein Geschenk.

Kleine Alltagsfreuden:
Gestalte dir ein stressfreies, entspanntes und behagliches Umfeld auch ohne thailändische Strände. Versuche, Hektik zu vermeiden und die Dinge möglichst sabai sabai anzugehen. (Inspiriert hat mich hierfür das Buch „Atlas of happiness“)

Thailand steht ganz oben auf meiner Reiseliste, ich muss mich aber noch etwas gedulden. Auch Korfu ist übrigens für mich so ein „Sabai-Platz“. Hier spüre ich Behaglichkeit, hier darf ich sein und mich über das Leben freuen. Wo befindet sich dein persönlicher Sabai-Platz? Ich freue mich über deine Antwort als Kommentar unter diesem Blog-Beitrag.

Vielleicht möchtest du auch mit nach Korfu kommen, es gibt noch freie Yoga-Plätze mit Meerblick zwischen dem 8. Juni und 27. Juli 2019.

Infos unter www.juliasyogawelt.de

Ich wünsche dir einen sabai sabai schönen Tag 😉
Julia­­­

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Kleine Alltagsfreuden https://juliasyogawelt.de/kleine-alltagsfreuden/ https://juliasyogawelt.de/kleine-alltagsfreuden/#respond Thu, 11 Apr 2019 09:23:59 +0000 https://juliasyogawelt.de/?p=1658 Eine Kuh am Strand? Wo gibt`s denn sowas? Kennst du diese Überraschungen im  Leben, die dich für einen Moment ganz im Hier und Jetzt verweilen lassen? Du spürst eine echte, …

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Eine Kuh am Strand? Wo gibt`s denn sowas? Kennst du diese Überraschungen im  Leben, die dich für einen Moment ganz im Hier und Jetzt verweilen lassen? Du spürst eine echte, kindliche, innere Freude und du staunst, was das Leben dir gerade zeigt? Als ich von 2009 bis 2012 die Wintermonate in Indien verbracht habe, erlebte ich täglich mehrere dieser kleinen Alltagsfreuden.

Auf dem Foto seht ihr mich am Strand von Agonda, das liegt im Süden Goa`s. In Indien kommt man aus dem Staunen überhaupt nicht mehr heraus. Dafür liebe ich dieses Land und die Menschen.

Eines morgens übte ich Yoga am Strand mit Blick auf den indischen Ozean, als neben mir etwas raschelte. Ein streunender Hund hatte sich neben meine Matte gelegt; er suchte meinen Schatten. Ich verharrte in der Bewegungslosigkeit und Stille, damit der Hund seinen Schatten genießen konnte. Der Moment fühlte sich so ganz und warm an.

An welche kleinen Alltagsfreuden erinnerst du dich spontan? Erzähle mir gerne eine Alltagsfreude, die du erlebt hast. Je mehr wir den Fokus auf die kleinen Freuden setzen, um so öfter erleben wir sie. 

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Mach mal Platz im Kopf – Meditation ist das neue Joggen! https://juliasyogawelt.de/yoga-mit-freunden/ https://juliasyogawelt.de/yoga-mit-freunden/#respond Thu, 04 Apr 2019 17:34:14 +0000 https://juliasyogawelt.de/?p=855 Kennst du das Gefühl, wenn dein Kopf voller Gedanken ist? Du fühlst dich gestresst, angespannt oder unkonzentriert? Ich empfehle dir Meditation! Ich weiß selbst, wie sich ein „Affengeist“ (so nennen …

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Kennst du das Gefühl, wenn dein Kopf voller Gedanken ist? Du fühlst dich gestresst, angespannt oder unkonzentriert?

Ich empfehle dir Meditation!

Ich weiß selbst, wie sich ein „Affengeist“ (so nennen die Yogis es, wenn die Gedanken wie ein Affe unruhig von Ast zu Ast springen) sich anfühlt.

Ich meditiere seit 15 Jahren fast täglich, weil ich die positiven Wirkungen an mir selbst erfahre. Das ist meine Motivation, auch dran zu bleiben. Meditation ist natürlich, angenehm und sehr effektiv.

Vielleicht hast du schon Erfahrungen im Bereich Meditation gesammelt und die echte Stille kennen gelernt. Es gibt unzählige Methoden, den Geist zur Ruhe zu bringen. Einfach nur dasitzen und den Atem beobachten, Gehmeditation, dynamische Formen, bei denen du dich schüttelst und tanzt. Auch das Singen von Kirtans ist eine Möglichkeit der Meditation. Alle Techniken führen dazu, dass Stresshormone reduziert werden und die Glückshormone zunehmen.

Was mich überzeugt, ist zum einen das Gefühl der Einheit, was ich erfahre, zum anderen freue ich mich zu lesen, was die Hirnforschung heraus gefunden hat:

Alles, was wir in unserer Kindheit und später durch das gesprochene Wort aufnehmen, was uns prägt, was wir lernen, mithin die ganze Kulturwelt, wird unsere synaptischen Vernetzungen langfristig verändern. Die Hirnstrukturen werden nicht nur durch das gesprochene Wort, sondern auch durch verbales Denken verändert, insbesondere dann, wenn immerzu die gleichen Gedanken wiederkehren. Daraus folgt, dass wir durch unseren Geist die komplexen materiellen Strukturen unseres Gehirns, verändern können.

Neurowissenschaftler haben herausgefunden, dass bestimmte Gedanken – im Prinzip wie bei allen Lernprozessen – ganz neue Synapsen bilden und dabei neue Schaltkreise entstehen. Kurz: „Es ist der Geist, der sich den Körper baut“, um mit Schiller zu sprechen.

Der Geist prägt das Gehirn und somit tragen wir das Potenzial zur Veränderung in uns. D.h. nicht nur das Gehirn eines Kindes baut sich aus, auch das Gehirn eines Erwachsenen ist dazu in der Lage. Von daher kann z.B. Erkrankungen wie Alzheimer durch Meditation vorgebeugt werden. Unser Gehirn steuert unseren gesamten Organismus! Es lohnt sich also, regelmäßig zu meditieren.

Auf meinem YouTube – Kanal „Julias Yogawelt“ findest du Anregungen für die Meditation. Ich freue mich über Erfahrungsberichte und wünsche dir viel Freude beim Meditieren!

Alles Liebe,
Julia Backhaus

P.S.: Regelmäßig finden Online Meditationskurse statt. Du findest sie auf meiner Website www.juliasyogawelt.de in der Rubrik SHOP. 

Literaturhinweis:
Johann Caspar Rüegg, Mind & Body – Wie Gehirn und Psyche die Gesundheit beeinflussen

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Mehr Leichtigkeit im Alltag https://juliasyogawelt.de/mehr-spass-durch-partneryoga/ https://juliasyogawelt.de/mehr-spass-durch-partneryoga/#respond Thu, 28 Mar 2019 17:41:49 +0000 https://juliasyogawelt.de/?p=475 Fühlst du dich gestresst, bist du verspannt und wünscht dir mehr Gelassenheit und Leichigkeit im Alltag? Ich verrate dir in diesem Blog – Beitrag, wie ich meinen Alltag als Yogalehrerin …

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Fühlst du dich gestresst, bist du verspannt und wünscht dir mehr Gelassenheit und Leichigkeit im Alltag?

Ich verrate dir in diesem Blog – Beitrag, wie ich meinen Alltag als Yogalehrerin und Mutter zweier Kinder weitestgehend enstpannt verbringe.

Als aller erstes gebe ich zu, dass ich mich früh am Morgen recht gut abgrenze und zwar ganz bewusst.

Du fragst dich jetzt vielleicht, wie das gehen soll mit 2 kleinen Kindern? Gut geht das. Das ist alles eine Sache der Absprache mit dem Partner und den größeren Kindern. Ich brauche nach dem Aufstehen meine 30 Minuten Yoga, dann bin ich bereit für den Tag und so schnell wirft mich dann auch nichts aus der Bahn. Mein Sohn weiß das, seit er auf der Welt ist. Er kennt meine Abläufe und kann sich darauf verlassen. Ein „Mama ist gerade in der Endentspannung“ bringt mich dann öfter mal zum Schmunzeln. Auch mein Baby quasselt so lange im Bett herum, bis ich fertig bin und es fröhlich und zufrieden begrüße. Natürlich gibt es auch mal Abweichungen, das ist ja normal im Familienalltag.

Damit möchte ich zum Ausdruck bringen, wie wichtig es ist, genau zu schauen, „wie“ du den Tag beginnst. Für mich ist es ganz wichtig, dass ich mein Energielevel etwa bei 130 % habe, dann komme ich entspannt und zufrieden durch den Tag.

Was für Gründe findest du noch, die dagegen sprechen, mit einem „Yoga Ritual am Morgen“ zu starten?

„Mir ist der Schlaf wichtig“ oder „dafür habe ich morgens nun wirklich keine Zeit“. Wenn du es willst und dich für einen Tag voller Leichtigkeit entscheidest, dann ist das Motivation genug, es einfach zu tun. Mein Video bei Youtube oder die „Yoga am Morgen“ – Einheit in meinem E – Book inspiriert dich sicher. Hast du bereits ein eigenes schönes Ritual, von dem du mir erzählen magst?

Ich freue mich auf deine Erfahrungen. Schreib mir gerne.

Alles Liebe,
Julia Backhaus

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Eine Woche im „Casa – Paradies“ https://juliasyogawelt.de/casa-el-morisco/ https://juliasyogawelt.de/casa-el-morisco/#respond Wed, 20 Feb 2019 15:00:25 +0000 https://juliasyogawelt.de/?p=140 Weißt du, wie sich das Paradies anfühlt?  Jedes Jahr im Frühling gebe ich in der Casa El Morisco in Andalusien, nähe Malaga, eine Yogawoche. Die „Casa“ wird seit über 20 …

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Weißt du, wie sich das Paradies anfühlt? 

Jedes Jahr im Frühling gebe ich in der Casa El Morisco in Andalusien, nähe Malaga, eine Yogawoche. Die „Casa“ wird seit über 20 Jahren von Wilfried Meissner geleitet und immer wieder – mit viel Liebe zum Detail – noch hübscher gestaltet.

Auch Gäste haben sich schon künstlerisch verewigt, verschönern den Garten mit Skulpturen oder malen zauberhafte Bilder. In einer riesigen Gartenanlage wird gewohnt und Yoga gemacht, umgeben von mediterranen Pflanzen und Bäumen. Wilfried hat alles im Blick und er hat ein starkes, herzliches Team an seiner Seite, damit wir Gäste uns von der ersten Minute an rundum wohl und umsorgt fühlen. 

Bei der Fahrt vom Flughafen zum Seminarhaus sitze ich gern vorne neben dem Fahrer, dann erfahre ich direkt die neuesten Neuigkeiten. Welches Gemüse im Garten wächst, welche Wanderung in der kommenden Woche angeboten wird und welche anderen Yogagruppen mit uns entspannen. Der Empfang im Haus ist herzlich und  unkompliziert, der Schlüssel fürs Zimmer liegt bereit und es duftet überall nach Blumen. Schon jetzt ist klar: Hier kann ich mich entspannen, zur Ruhe kommen und einfach sein. Alle Zimmer der Casa sind wunderschön eingerichtet, dennoch habe ich ein Lieblingszimmer in meiner Lieblingsecke der traumhaft schönen Anlage. Hier fühle ich mich vollkommen zu Hause.

Meine Eindrücke der Woche im Süden Spaniens könnten ein ganzes Buch füllen. Als Yogalehrerin liebe ich die perfekten Seminarräume mit Blick in den Garten in völliger Ruhe. Im März ist es manchmal morgens und abends etwas frisch, da kommt eine Fußbodenheizung gerade Recht. Nach ausgiebigen Atmen, Mantrasingen, Yoga-Übungen und Entspannung genießen wir das für mich leckerste, vegetarisch-vegane Frühstück der Welt. Da wird sich auch einfach mal unter die anderen Gruppen gemischt, das ist völlig okay und das macht es auch interessant. Natürlich draußen bei Sonnenschein und mit Blick aufs Meer.

Ich mag den Ausflug nach Malaga! Dort besuche ich den Markt und kaufe köstliche Medjool-Datteln, die eigentlich für ein Jahr reichen müssten. Tun sie aber nicht, weil sie so lecker sind. 

Wunderschön ist auch die Küstenwanderung. Der Weg führt immer entlang der Küste mit Blick auf das Mittelmeer. Wir erreichen einen netten Strand mit einer Bar zum Verweilen. Auf dem Weg sehen wir regelmäßig Ziegen und andere kleine Küstenbewohner. 

Wenn ich abends Lust auf Aktivität und Gemeinschaft habe, besuche ich z.B. die Trommelrunde mit Mariella. Egal, wie viele Leute sich bei ihr einfinden, sie hat für Jeden ein Instrument parat. Danach brauche ich eine Weile, bis die Vibration der Trommeln in meinem Körper abnimmt. Das macht so richtig Spaß! 

Und dann ist da noch die Hollywoodschaukel, in der ich es mir mit einem Buch gemütlich mache. Ich blicke auf den Teich, beobachte die Kois, Vögel, Libellen und Schildkröten und plötzlich macht es sich eine Katze neben mir gemütlich. 

Das Highlight der Woche ist dann für mich die Flamencoaufführung, bei der uns einige der sympathischen, fröhlichen Frauen aus der Küche zusammen mit weiteren Spanierinnen atemberaubende Tänze darbieten. Wilfrieds entzückende Tochter Ananda ist mit ihren Freundinnen meist mit dabei und sorgt für große, begeisterte Augen. Wirklich süß sehen die Mädchen aus in ihren wunderschönen Kleidern. 

Vollkommen zufrieden, entspannt, glücklich und inspiriert geht´s wieder in die Heimat. Bis zum nächsten Mal, liebe Casa!

Dich hat die Reiselust gepackt und du möchtest mit mir eine Yogawoche in der Casa unter Gleichgesinnten verbringen? 
Details und die Anmeldung findest du unter www.juliasyogawelt.de 

Falls dir der Termin leider nicht passt, frag mich gerne nach Terminen der kommenden Jahre, besuche ein anderes Seminar des Hauses oder nimm am Tagesprogamm teil. Als „Wohlfühlgast“ kannst du dort gegen Aufpreis auch Yoga machen ohne Seminar. 

Dir hat der Blog Beitrag gefallen? Ich freue mich über ein Like oder ein Kommentar von dir. 

Liebe Grüße und bis bald auf der Matte, 

Julia Backhaus

www.juliasyogawelt.de

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